
Steigende Spritpreise, verstopfte Straßen, Stau, Abgase, Lärm - der Autoverkehr stößt an seine Grenzen. Alternativen sind angesagt. Die Zukunft gehört dem öffentlichen Verkehr. Mobilität ist ein soziales Grundrecht für alle, unabhängig vom Einkommen. Aber zum Umsteigen vom Auto auf Öffis sind Anreize notwendig. Die Freifahrt ist ein solches Angebot, damit gibt es keine Ausrede mehr umzusteigen.
ExpertInnen plädieren für die Freifahrt: z.B. der Energie-regulator e-control. Oder die oö Umweltanwaltschaft. Und es gibt internationale Beispiele: In Belgien, Frankreich, Australien. In Tallin (Estland) wird es nach einer Volksabstimmung ab 2013 Freifahrt geben.
70 Prozent der Öffi-Kosten werden von der Bevölkerung bezahlt, egal ob die Menschen welche benutzen oder nicht. Durch Zweckwidmung von Parkgebühren, Mineralölsteuer, Umwidmung von Pendlerpauschalen, mit einer Nahverkehrsabgabe ist Freifahrt finanzierbar.
Freifahrt ist ökologisch, weil gut für die Umwelt.
Freifahrt ist sozial, weil ein Angebot für alle.
Freifahrt ist machbar, wenn politisch gewollt.



Viele Fahrgäste fahren ohne Fahrschein, weil ihnen die Öffis zu teuer sind. Nicht wenige von ihnen werden Opfer der Securitas-Kontrollen. „Schwarzfahren“ wird teilweise härter bestraft als ein Ladendiebstahl.
Davon betroffen sind durchwegs Menschen mit geringem Einkommen. Zum erhöhten Fahrpreis kommt nicht selten eine Verwaltungsstrafe hinzu. Diese Strafen treffen arme Menschen besonders hart. Durch Mahnungen und Inkassoforderungen wird eine Schuldenspirale in Gang gesetzt. Eine ernste Armutsfalle!